Fleisch-Geschäft mit Chile in Gefahr

Chile verliert zunehmend das Interesse an Fleisch-Importen aus Paraguay. Nach Angaben der Ländlichen Vereinigung Paraguays gingen die Fleischexporte nach Chile im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2005 zwischen 30 und 40 Prozent zurück. Momentan suche Chile nach günstigeren Angeboten aus anderen Ländern. Ursache seien die hohen Preise für paraguayisches Rindfleisch. Das teilte der Verkaufsleiter von FRIGO-CHACO, Víctor Florentín, mit. Laut Florentin verlange Chile einen Nachweis über die Herkunft der Rinder. Deshalb könne man keine Rinder von den Versteigerungen nach Chile liefern, da die Herkunft der Tiere nicht immer klar sei. Momentan sind lediglich die Frigoríficos Guaraní, Neuland, Frigomerc, Frigochaco und Quality für den Export nach Chile zugelassen. Diese können jedoch aufgrund des mangelnden Angebotes an Schlachtvieh nicht genügend Fleisch liefern.

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Verhandlungen mit EU über Handelsbeziehungen. – Aussenminister, Rubén Ramírez ist gestern nach Europa gereist. In Brüssel will er sich mit dem EU-Kommisar für Außenhandel, Peter Mandelson, zu Gesprächen treffen. Ziel des Treffens ist die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der Europäischen Union über den bilateralen Handel mit dem Mercosur. Der Mercosur strebt seit einiger Zeit ein Freihandelsabkommen mit der EU an. Bisher waren die Verhandlungen jedoch stets gescheitert. Der Mercosur fordert von der EU die Abschaffung ihrer Agrar-Subventionen. Durch diese Subventionen werden Exporte von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus dem Mercosur nach Europa erheblich erschwert. Paraguay hofft, dass die Verhandlungen durch den Besuch des deutschen Bundespräsidenten, Horst Köhler, im März neuen Schwung erhalten.

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